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Gebärdenpoesie in Schwarz-Weiß: HandsUp!

Schwarze T-Shirts und weiße Handschuhe sind ihre Markenzeichen. Und wenn sie loslegen, hält es die Zuschauer nicht auf ihren Sitzen: Die Mitglieder des Gebärdenchors HandsUp sind nicht nur Botschafter einer inklusiven Gesellschaft – sie zeigen vor allem, wie viel Lebensfreude, Kraft und Zauber in der Gebärdenpoesie steckt.

 

Was vor ein paar Jahren im treffpunkt.altona der alsterdorf assistenz west als Kurs-Angebot „Gebärdensprache“ von Ines Helke begann, hat sich längst zu einem beeindruckenden Projekt entwickelt. So traten die 50 KünstlerInnen mit und ohne Behinderung unter anderem im Dezember 2018 zusammen mit Stefan Gwildis in der Helene-Fischer-Weihnachtsshow auf. Anlässlich des Geburtstags des Soulsängers eroberte HandsUp sogar die Elbphilharmonie. Und auch bei „Altona macht auf“, „Hamburg singt“ und der Rollstuhl-Basketball-WM sorgten die Chormitglieder für Begeisterung. Kein Wunder also, dass HandsUp fast immer ausgebucht ist.

 

Dass es den Gebärdenchor gibt, ist vor allem dem Engagement einer Frau zu verdanken: Ines Helke. Die Mitarbeiterin der alsterdorf assistenz west ist selbst hörbehindert und wurde wegen ihres unermüdlichen Einsatzes für Chor, Inklusion und Empowerment im Oktober 2019 mit der „Goldenen Bild der Frau“ ausgezeichnet.

 

Das jüngste Mitglied des Chors, bei dem Lieder nicht gesungen, sondern mit den Händen gebärdet werden, ist erst fünf Jahre alt, das älteste über 60. Hier kann jeder mitmachen. So erfährt Musik als universelle Sprache eine neue verbindende Bedeutung. Sind Sie dabei ?