25.4.2022

Der neue VogelRat geht an die Arbeit

Im tagewerk.vogelweide der alsterdorf assistenz west heißt die Selbstvertretung der Beschäftigten „VogelRat“. Am 25. April wurde das Gremium neu aufgestellt und von den Beschäftigten vor Ort im Amt begrüßt. Zur Feier des Tages gab es Blumen und Kaffee und Kuchen für alle. Die fünf Mitglieder und zwei Stellvertreter, die sich im VogelRat engagieren, werden von Lena-Marie Maßmann (tagewerk.vogelweide) und Julia Kranz (treffpunkt.dulsberg) begleitet.

 

Neben ein paar „alten Hasen“, die schon länger im VogelRat dabei sind, gibt es nun mit einigen neuen Gesichtern frischen Wind. Seit 2016 trifft sich diese Gruppe regelmäßig in einem Abstand von sechs Wochen. Es wird beispielsweise besprochen, wohin der Betriebsausflug gehen könnte, ob alle zufrieden sind, oder ob es Dinge im Tagewerk gibt, die verbessert werden könnten.

 

Wir wünschen viel Freude und gutes Gelingen!

 

Hier erhalten Sie weitere Informationen zu unserem tagewerk.vogelweide.

 

Foto und Text: Julia Kranz

24.2.2022

Tröstende Engel für Angehörige im Asklepios Klinikum Harburg

Es ist ein schöner Auftrag für die Produktion von Kunsthandwerk im tagewerk. alsterpalette: Für den Palliativbereich des Asklepios Klinikums Harburg werden kleine Engel gefertigt.

 

Eine Sterbesituation ist ein sensibler und intimer Moment. Das Krankenhaus möchte für die Patienten und die Angehörigen einen Rahmen schaffen, der einen Abschied in Würde und außerhalb der Hektik des Alltags ermöglicht.

 

Sichtbarer Ausdruck für die besondere Situation im Krankenzimmer sind verschiedene schöne Gegenstände und Trost spendende Gedichte, die im Raum aufgestellt werden. Im Asklepios Klinikum Harburg wurde hierfür eine sogenannte „Abschieds-Box“ entwickelt. Inhalt sind unter anderem die kleinen Engel, mit deren Produktion das tagewerk.alsterpalette kürzlich beauftragt wurde.

 

Frau Delgas, Anleiterin im Bereich Kunsthandwerk des tagewerk.alsterpalette, entwickelte eine geeignete Gussform für die Engel und plante den Produktionsprozess. Es war ihr ein Anliegen, die Abläufe so zu gestalten, dass die Herstellung der Engel von den Klientinnen und Klienten selbstständig übernommen werden kann.

 

Die Engel werden in Silikonformen mit einer speziellen, schnell abbindenden Gipsart gegossen und anschließend sorgfältig geschliffen und lackiert. Die Engel sind hübsche kleine Objekte, die gern von den Angehörigen als Andenken mitgenommen werden.

 

Die Klientinnen und Klienten konnten nun die ersten 150 Engel übergeben. Das tagewerk.alsterpalette freut sich, wenn sich ein dauerhaftes Arbeitsangebot daraus entwickelt.

 

Asklepios Klinikum Harburg

tagewerk.alsterpalette

 

Foto: Melanie Nähring

Text: Christiane Morich

3.1.2022

Uwe Mletzko – willkommen in der alsterdorf assistenz west

Uwe Mletzko, neuer Direktor und Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, sammelt zurzeit erste Eindrücke in allen Gesellschaften. Toll, dass er sich im Januar die Zeit genommen hat, um die alsterdorf assistenz west kennenzulernen.

 

Geschäftsführerin Andrea Stonis begrüßte Herrn Mletzko am Montagmorgen herzlich und gemeinsam mit den Kolleg*innen des Leitungskreises ließ sie ihn gleich in unser breit aufgestelltes Dienstleistungsangebot eintauchen. Wie vielfältig die alsterdorf assistenz west ist, konnte Herr Mletzko sofort am Organisationsaufbau erkennen. „Für uns stellt sich nicht die Frage, ob ein Mensch mit hohem Unterstützungsbedarf auch Bürger*in sein kann, sondern wie das geht“ – das ist seit Jahrzehnten gelebte Überzeugung in unserem Unternehmen. Inklusion, Sozialraumorientierung und Personenzentrierung sind daher für uns selbstverständlich und sind die Triebfedern unseres Tuns.

 

Wie das in der Praxis gelebt wird und welche Schwierigkeiten es manchmal aus dem Weg zu räumen gilt, das konnte Herr Mletzko gleich im Anschluss direkt vor Ort mit Mitarbeiter*innen und Klient*innen diskutieren: Mit Andrea Stonis und Bereichsleiterin Simone Donner ging es auf einen Spaziergang zu den Angeboten der aawest in Altona Altstadt – und der stand ganz im Zeichen von Inklusion und Teilhabe. Erster Stopp war die Hausgemeinschaft Rothestraße. Wie gestaltet sich das nachbarschaftliche Zusammenleben in diesem quirligen Stadtteil Ottensen? Wie wird denn UK in den Alltag der Assistenznehmer*innen eingebunden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des lebhaften Austausches. Auch die Wohngemeinschaft für Jugendliche in der Großen Bergstraße, die stellvertretend für den großen Kinder- und Jugendbereich der alsterdorf assistenz west stand, ist fest verankert in dem lebendigen Quartier, in dem so viele Vernetzungsmöglichkeiten vorhanden sind und auch genutzt werden. Davon profitiert auch das tagewerk.große Bergstraße: Hier wird Bildung und Beschäftigung  gleich mehrfach vernetzt gestaltet, denn es bestehen nicht nur zahlreiche Kooperationen im Stadtteil, sondern auch mit dem treffpunkt.altona und der Freiwilligenagentur altonavi, die in den gleichen Räumlichkeiten angesiedelt sind.

 

An Tag 2 ging es mit dem Metrobus 13 einmal quer über die Elbinsel Wilhelmsburg. Hier sind alle Angebotsformen der aawest in einer Region vertreten – beste Voraussetzungen, um die Vielfalt der alsterdorf assistenz west kennenzulernen. Auch von dem Hamburger Schmuddelwetter ließ sich Herr Mletzko nicht abschrecken. Startpunkt war der Kinderbauernhof Kirchdorf: Hier hilft eine Arbeitsgruppe unseres tagewerk.kirchdof Süd bei der Pflege und Versorgung der Tiere. Spannend zu sehen: Wie selbstverständlich hier Unterstützte Kommunikation durch die Verwendung von Metacom-Symbolen in den Alltag des Kinderbauerhofs integriert ist und sich das Miteinander von Klient*innen und Kindern immer weiter entwickelt. Um Teilhabe drehte sich auch alles im nächsten Stopp. Der treffpunkt.pavillon denkt Sozialraum und unterstützt Teilhabe in alle Richtungen. Eine neue Veranstaltungsreihe „Internetcafé“ sorgt hier dafür, dass Menschen mit und ohne Behinderung auch digitale Teilhabe erleben. Zum Abschluss seiner Kennenlerntour durch die alsterdorf assistenz west konnte Herr Mletzko im neuen ambulanten Assistenzangebot Baakenhafen noch einmal erleben, welche Erfolge möglich sind, wenn Personenzentrierung und die modernen Methoden der Eingliederungshilfe, ressourcen­orientierte Assistenzplanung, technisch gestützte Assistenz und Unterstütze Kommunikation, gut ineinandergreifen.  

 

Wir freuen uns über den lebhaften und konstruktiven Austausch, der an diesen zwei intensiven Tagen zwischen Assistenznehmer*innen, Mitarbeiter*innen und Uwe Mletzko entstanden ist. Es waren spannende und wertvolle Tage, für die wir uns herzlich bedanken. Wir wünschen Herrn Mletzko weiterhin ein gutes Ankommen und Kennenlernen in der Evangelischen Stiftung Alsterdorf. 

 

Text und Foto: Melanie Nähring

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