Wie wollen wir gemeinsam im Stadtteil leben? Was könnte besser sein? Und was würde den Baakenhafen in der HafenCity für alle Menschen noch lebenswerter machen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich am 9. Februar 2026 ein inklusiver Beteiligungsworkshop, der im jungen Architekturzentrum Urbaneo stattfand.
Der Workshop ging aus dem regelmäßigen trägerübergreifenden Austausch im Quartier hervor. Einmal im Monat treffen sich Netzwerkpartner*innen der alsterdorf assistenz west, des Sozialkontors, von Leben mit Behinderung Hamburg, der Pestalozzi-Stiftung, des Projekts Festland, von Hamburg Leuchtfeuer (Projekt Aufwind) sowie des HafenCity e. V., um über die gemeinsame Gestaltung des Stadtteils zu sprechen. Dabei wurde schnell deutlich, dass es eine konkrete Zielausrichtung braucht, die insbesondere die vielfältigen Perspektiven der Menschen aus dem Quartier einschließt. Aus dieser Überlegung und einer Umfrage heraus wurde der Workshop entwickelt.
An der Veranstaltung nahmen insgesamt 25 Personen teil, die sich aus Klient*innen aus dem Stadtteil und Kolleg*innen aus dem Netzwerk zusammensetzten. Gemeinsam brachten sie ihre Erfahrungen, Wünsche und Ideen für den Baakenhafen ein.
Vorbereitet und begleitet wurde der Nachmittag von ein jungen Architekt*innen-Team. An mehreren Stationen konnten sich die Teilnehmenden auf unterschiedliche Weise beteiligen. An einer Karten-Station wurde auf Stadtplänen vom Baakenhafen und der HafenCity sichtbar gemacht, welche Orte bereits genutzt werden, wo man sich wohlfühlt und welche Bereiche als schwierig erlebt werden. Grüne Karten standen dabei für Bestehendes, rote Karten für Wünsche und Ideen.
An einer weiteren Station konnten die Teilnehmenden mit Lego-Steinen Orte bauen, die sie sich im Quartier wünschen – zum Ausruhen, Begegnen oder Wohlfühlen. Außerdem gab es die Möglichkeit, Gedanken und Ideen über Kameraaufnahmen festzuhalten und direkt zu erläutern. So entstand ein vielfältiges Bild davon, was die Menschen im Stadtteil bewegt und was ihnen für ein gutes Zusammenleben wichtig ist.
Die Teilnehmenden brachten konkrete und alltagsnahe Ideen, wie z.B. längere Grünphasen bei Ampeln (Thema Mobilität), überdachte Sitzplätze (öffentlicher Raum) aber auch ganz eigene kreative Ideen, wie z.B. einen Raum für Hühner und Schweine, ein. Denn bei dem Workshop ging es nicht nur darum, Probleme zu benennen, sondern vor allem auch darum, gemeinsam ins Denken zu kommen, Lösungen zu entwickeln und Selbstwirksamkeit erfahrbar zu machen.
Inzwischen wurden die Ergebnisse ausgewertet und bereits erste Ideen weitergegeben. So wurde der Vorschlag für einen Wasserbrunnen zur Prüfung in ein HafenCity-Gremium mitgenommen. Auch die Idee einer Tauschbox wird weiterverfolgt.
Der Workshop bildete einen konkreten Ausgangspunkt für die weitere Arbeit im Quartier. Beim kommenden Planungstreffen am 21. April wird es darum gehen, die nächsten Schritte zu besprechen und Ideen weiter in die Umsetzung zu bringen. Wir werden euch auf dem Laufenden halten.
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