14.06.2024

Das war 48h Wilhelmsburg 2024

 

Am letzten Wochenende verwandelte das Kulturfest "48 Stunden Wilhelmsburg" die Elbinsel bereits zum 15. Mal in ein kulturelles Gesamtkunstwerk. Und selbstverständlich war unser treffpunkt.pavillon auch dieses Mal wieder aktiv dabei. „Bei 48 h Wilhelmsburg mitzumischen, entspricht unserer Aufgabe, eine Brücke ins Quartier zu sein. Dadurch, dass wir ein Veranstaltungsort für das Festival bieten, schaffen wir Möglichkeiten für Begegnungen von Menschen mit und ohne Behinderung und machen so unseren Stadtteil inklusiver“, so erklärt Uli Jennißen, Mitarbeiter des Treffpunkts das Engagement.

 

Und so verzauberte am Samstag das Hamburger Saxophon2orchester auf dem gemütlichen Platz vor dem Treffpunkt das Publikum mit klassischer und moderner Musik – über 100 Menschen waren zu Gast! Ihre Versorgung mit Kaffee und Kuchen wurde von den Mitarbeiter*innen und Besucher*innen des Treffpunkts gemeinsam übernommen – auch dies ein Beitrag zur inklusiven Gestaltung des Festivals.

 

„Jedes Jahr wird 48h Wilhelmsburg und das gesamte Quartier ein bisschen bunter und inklusiver – das bestätigt uns in unserer Arbeit. Wir freuen uns deswegen schon auf das nächste Jahr!“, so Uli Jennißen.

 

Text: Melanie Nähring

Foto: Philipp Engelsberg

 

05.06.2024

Läuft bei uns: Ein weiterer Lauf im Sozialraum HafenCity

 

Am letzten Samstag war es wieder soweit: Über 30 Mitarbeitende und Klient*innen der alsterdorf assistenz west nahmen auch dieses Jahr am Hafencity Run teil. Ein Großteil der Lauffreund*innen kam aus dem Assistenzangebot Baakenhafen, das auch als Treffpunkt für die Teilnehmenden vor den Lauf genutzt wurden. Eine große Besonderheit der Strecke einmal quer durch die Hafen-City ist ihre barrierefreie Gestaltung: So können auch Rollstuhlfahrer*innen, Menschen mit Gehschwierigkeiten und oder mit Rollatoren problemlos mitlaufen! Auf diese Weise können Alle die Freude am Sport und Bewegung erleben. Und zwar gemeinsam - gelaufene Inklusion! 

 

Alle Assistenzangebote der alsterdorf assistenz west sind konsequent sozialraumorientiert ausgerichtet: Das bedeutet, dass der umgebende Sozialraum, das jeweilige Quartier mit seinen individuellen Möglichkeiten, ganz selbstverständlich von den Klient*innen genutzt wird und in die persönlichen Ressourcen miteinbezogen wird. Das Assistenzteam am Baakenhafen verfolgt daher natürlich das Ziel, sich die HafenCity als Sozialraum kontinuierlich immer weiter zu erschließen. „Neue Stadtteile müssen nicht nur physisch, sondern auch sozial und emotional bezogen werden“, so Assistenzdienstleitung Tobias Fink. „Wir möchten unsere Quartiere aktiv mitgestalten und uns lokal engagieren - was eignet sich dafür besser als ein riesiges Laufevent durch die eigene Nachbarschaft bei bestem Sonnenschein?“

 

Dieser trug bestimmt auch zu der ausgelassenen Stimmung während des Events bei: mehrere 1000 Menschen liefen, spazierten, rollten über den 4 Kilometer langen Parcours. Alle Teilnehmenden blicken auf einen erfolgreichen und fröhlichen Tag zurück und freuen sich schon auf die kommenden Veranstaltungen, bei denen sie ihre Mission fortsetzen werden, die HafenCity als lebendigen und inklusiven Sozialraum mitzugestalten.

 

Text: Melanie Nähring, Philipp Engelsberg und Tobias Fink
Foto: Philipp Engelsberg

04.06.2024

Starke Beiräte in der alsterdorf assistenz west 

 

Auf dem Frühlingsempfang 2024 wurde das neue Weiterbildungsangebot „Starke Beiräte“ schon vorgestellt: Seit 2023 nehmen die Wohnbeirät*innen und Interessensvertreter*innen der alsterdorf assistenz west daran teil. 

 

Was ist „Starke Beiräte“? 

 „Starke Beiräte“ ist ein Fortbildungsprogramm der Firma Gut Gefragt für Wohn- und Werkstattbeiräte auf Peer-Ebene. Das heißt, Inhalte und Lernformate wurden gemeinsam mit Fachkräften mit Behinderung entwickelt, zudem führen sie als Kursleiter*innen durch die Weiterbildung. Ziel der Kurse ist es, die Wohnbeiräte und Interessenvertretungen in ihrer Funktion zu stärken. „Die Beiräte und Interessensvertretungen sind wichtige Personen, die für die Beteiligung und Selbstbestimmung von Klient*innen eine bedeutende Rolle spielen. Sie vertreten die Interessen aller in einem Wohn- und Assistenzangebot lebenden Klient*innen und fungieren als Sprachrohr zu den Assistent*innen und Leitungen der Wohn- und Assistenzangebote“, so fasst es John Senf, Fachbereichsleiter Qualitätsmanagement, zusammen. Um sie für diese Aufgaben zu stärken, bietet Gut Gefragt Kurse zu verschiedenen Themenbereichen an, die entweder trägerübergreifend oder gezielt für eine*n Träger*in angeboten werden.

 

Weiterbildungen in der alsterdorf assistenz west 

Einige der Wohnbeirät*innen und Interessensvertreter*innen haben an trägerübergreifenden Kursen teilgenommen, die alsterdorf assistenz west hat darüber hinaus zwei Kurse von Gut Gefragt speziell nur für ihre Beiräte angeboten. 

In diesem Rahmen haben sich im Dezember 2023 fünf Teilnehmer*innen aus der alsterdorf assistenz west mit der UN-Behindertenrechtskonvention und dem Bundesteilhabegesetz auseinandergesetzt. „Was steht da eigentlich drin und was bedeutet das für uns?“, waren die Fragen, die dabei im Fokus standen. Die verschiedenen Themen wurden mit verschiedenen Methoden visualisiert, besprochen und diskutiert. 

Im April dieses Jahrs haben sich 10 Beirät*innen und Interessenvertreter*innen in dem Kurs „Aufgaben von Beiräten“ mit der Frage beschäftigt „Was sind eigentlich unsere Aufgaben als Beiräte und wo können wir überall mitwirken?“.

Die Kurse haben allen Teilnehmer*innen großen Spaß bereitet und ihnen viel Handwerkszeug für ihre Arbeit an die Hand gegeben: Die Weiterbildungen boten ihnen Raum, sich mit ihren Rollen auseinanderzusetzen und noch mehr in die teilweise noch neue Rolle als Beirät*in oder Interessensvertreter*in hineinzuwachsen. Alle freuen sich darauf, das Gelernte nun in ihrer Tätigkeit anzuwenden.

15.05.2024

Größtes Bläserfest der Welt - auch in der Grabenstraße

 

Mittenmang – so lautete das Motto des diesjährigen Treffens in Hamburg von evangelischen Posaunenchören aus ganz Deutschland. 15.000 Musiker rücken mit ebenso vielen Posaunen, Trompeten, Flügelhörnern und Tuben zum größten Bläserfest der Welt an und brachten Hamburg mit 100 Platzkonzerten - verstreut auf den Straßen und Plätzen in der ganzen Stadt – zum Klingen. 

 

Die Musiker*innen waren nicht nur auf dem Alsterdorfer Markt, dem Zentrum der Evangelischen Stiftung, zu Gast, auch das Wohn- und Assistenzangebot in der Grabenstraße bekam musikalischen Besuch: Der Posaunenchor „Wienhausen“ bezog Stellung auf dem kleinen Platz vor dem Wohnangebot und brachte  eine Stunde lang die ganze Nachbarschaft ins Schwingen. Die schöne Musik sorgte zusammen mit dem wunderbaren Sonnenwetter für einen tollen nachbarschaftlichen Moment: Nachbar*innen, Klient*innen und Passant*innen genossen einfach zusammen die schöne Zeit. Besser geht es nicht! 

 

 

 

Text: Melanie Nähring

Foto: Gisbert Backhove

08.05.2024

Europäischer Tag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

 

Der 5. Mai ist der Europäische Tag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Dieses Jahr stand er unter dem Motto „Viel vor für Inklusion!“ Die Mitglieder der trägerübergreifenden Interessenvertretung Hamburg Süd - dazu gehören Interessenvertreter*innen der Träger*innen Leben mit Behinderung Hamburg, Sozialkontor und alsterdorf assistenz west – haben diesen Tag genutzt, um mit der Aktion „Kein Teich für alle“ auf bauliche Barrieren am Harburger Außenmühlenteich aufmerksam zu machen.

 

Der idyllische Außenmühlenteich ist eines der zentralen Naherholungsgebiete im Hamburger Süden – ein Rundweg um das Gewässer lädt Besucher*innen zur gemütlichen Umrundung ein. Doch leider ist genau dieser Rundweg nicht barrierefrei – gemauerte Abflussrinnen und Wegstrecken mit Kopfsteinpflaster machen es für Menschen mit einer Gehbehinderung schwierig, den kleinen See zu umrunden. Mit einem Info-Stand wollten die Interessenvertreter*innen auf diese Barrieren aufmerksam machen und mit Passant*innen ins Gespräch gehen – leider machte ein einsetzender Stark-Regen der Aktion ein schnelles Ende.

 

Gegen die Natur sind wir auch machtlos – aber nächstes Jahr sind wir wieder mit dabei, um am 5.Mai für eine barrierefreie Gesellschaft einzustehen.

 

Text: Melanie Nähring

Foto: Melanie Nähring 

07.05.2024

40 Mitarbeiter*innen zu UK-Fachkräften zertifiziert

 

Am 7. und 20. März endeten die zwei ersten Durchläufe der unternehmenseigenen Fortbildung zur Fachkraft für Unterstütze Kommunikation mit der Zertifizierung der erfolgreichen Absolvent*innen. Die Fortbildung wurde von den Referent*innen der alsterdorf assistenz west nach den Standards der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation konzipiert und um die unternehmenseigenen Instrumente zur Assistenz- und BBQ-Planung erweitert. Teilgenommen haben Mitarbeiter*innen und Leitungen aus verschiedenen Assistenzangeboten und Tagewerken des Unternehmens.

 

In sieben Modulen, verteilt auf das vergangene Jahr, haben die Teilnehmer*innen viel Wissen zur Unterstützen Kommunikation erhalten. Sie haben gelernt, wichtige Kompetenzen für die Kommunikation zu erkennen und diese durch den Einsatz von Hilfen und verschiedenen Maßnahmen zu unterstützten und zu erweitern. 

 

Warum eigentlich Unterstützte Kommunikation (UK)?

Kommunikation und Austausch mit anderen Menschen ist ein ganz zentraler Bestandteil unseres Lebens. Sprache und Kommunikation ermöglicht es uns, zu lernen, unsere Gefühle und Bedürfnisse zu äußern, anderen mitzuteilen, was uns wichtig ist und noch vieles mehr. Um Menschen mit einer Beeinträchtigung in der Kommunikation das auch zu ermöglichen, wird Unterstütze Kommunikation eingesetzt. Alles was getan oder genutzt werden kann, um diesem Personenkreis zu ermöglichen, sich ausdrücken und den eigenen Willen und die persönlichen Bedürfnisse zu formulieren, ist Unterstütze Kommunikation.

 

Alle Assistenzleistungen der alsterdorf assistenz west sind personenzentriert ausgerichtet und orientieren sich konsequent am Willen der Assistenznehmer*innen. Dafür ist eine gelingende Kommunikation wichtig - UK kann helfen, um genau diese gelingende Kommunikation sicherzustellen. UK ist voraussetzungslos, das bedeutet, jeder und jede Assistenznehmer oder -nehmerin kann durch den Einsatz von UK profitieren. Eine stiftungsweite Studie ergab 2019 einen großen Bedarf an UK – insbesondere in den Tagewerken. Um diesen Bedarf zu entsprechen, wurde die Fortbildungsreihe ins Leben gerufen.

 

Wie geht es für die UK-Fachkräfte weiter?

Momentan werden in zwei weiteren Durchläufen 50 weitere Kolleg*innen zu UK-Fachkräften weitergebildet. Diese werden voraussichtlich Anfang nächsten Jahres fertig sein. Alle Absolvent*innen sollen künftig ihr Fachwissen in die Teams hineintragen, das Alltagsgeschehen dort mit ihrer neuen „Fachbrille“ beobachten, vorhandene UK-Ansätze pflegen und weiterentwickeln. Auf diese Weise tragen sie wesentlich dazu bei, Versorgungslücken bei den Klient*innen zu schließen. Das Ziel ist, UK im gesamten Unternehmen zu implementieren und damit einen Mehrwert für die Klient*innen zu schaffen

 

Text: Melanie Nähring

Foto: Sven Möckelmann

22.03.2024

Willkommen: Das Trinitatis-Quartier stellt sich vor

 

Mitten im Herzen Altonas entsteht etwas Neues: Rund um die St. Trinitatis in der Kirchenstraße wächst ein neues Quartier bestehend aus einem Gemeindehaus, Sozialwohnungen, einer Kindertagesstätte, Wohnungen nach dem Ansatz "Housing First", einer Pilgerherberge und einem Café als Begegnungsstätte. Die alsterdorf assistenz west als fester Bestandteil des Bezirks Altona ist bei diesem Bauprojekt mit dabei: Mitten in dem neuen Quartier werden wir in drei Wohnungen Dienstleistungen für Menschen mit Assistenzbedarf anbieten.

 

Am 14. März waren alle Nachbar*innen des Trinitatis-Quartiers zu einem bunten Markt in und rund um die Kirche geladen, um das neue Quartier und die beteiligten Organisationen kennenzulernen. An zahlreichen Marktständen gab es viele Gespräche, manche Fragen und ein vor allem freundliches Willkommen für die neuen Akteur*innen im Stadtteil. Simone Donner, Bereichsleiterin Altona und Corinna Scheid, ATL der Ambulanten Dienste Altona vertraten die alsterdorf assistenz west – der Duft von frischem Popcorn lockte viele Interessierte an ihren Stand und so entstanden viele wertvolle Gespräche. Alle Akteur*innen des neuen Quartiers zogen ein sehr positives Fazit aus dem Abend. Wir freuen uns auf die gute Nachbarschaft!

 

Mehr Eindrücke von dem Abend gibt es auf der Website des Trinitatis-Projektes. Hier finden Sie auch einen kleinen Film dazu: https://www.trinitatis-quartier.de/tagebuch-2024/77-blog-20240314

 

Text: Melanie Nähring

Foto: Melanie Nähring

19.03.2024

Traineeprogramm der alsterdorf assistenz west gestartet

 

Mit einer Begrüßung durch die Geschäftsführerin Andrea Stonis und die Bereichsleitungen hat die alsterdorf assistenz west am 5. Januar ihr Traineeprogramm für angehende Führungskräfte gestartet: Fünf Kolleg*innen, die bereits als Persönliche Assistent*innen in der Gesellschaft tätig sind, bereiten sich innerhalb eines Jahres berufsbegleitend auf die Übernahme einer Führungsaufgabe als Assistenzteamleitung vor. 

 

Die Teilnehmer*innen des Programms hatten sich auf einen Platz in dem firmeneigenen Entwicklungsprogramm beworben und ein mehrstufiges Bewerbungsverfahren durchlaufen. Ausgehend von einer Ausbildung zum/zur Heilerziehungspfleger*in oder einem Studienabschluss als Sozialpädagog*in legen sie mit der Teilnahme einen wichtigen Grundstein für die Übernahme einer Führungsposition. Sie begleiten eine Assistenzteamleitung bei ihrer täglichen Arbeit und erlernen dadurch das Führen eines Wohn- und Assistenzangebotes direkt „on the job“. Flankiert wird die Ausbildung durch ein breites Curriculum zur fachlichen Einarbeitung und mit Modulen zu Führungsthemen.

 

Wir freuen uns darüber, mit dem Traineeprogramm eine neue Möglichkeit für Kolleg*innen geschaffen zu haben, die eigene berufliche Weiterentwicklung im Unternehmen zu gestalten

 

Text: Melanie Nähring

Foto: Melanie Nähring

07.02.2024

Kettenkunst im tagewerk.jarrestadt: Hubert Bytschinski erschafft Kunst aus Verpackungen

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Hubert Bytschinski stellt im tagewerk.jarrestadt wunderschöne und beeindruckende Ketten und Gürtel aus Kaffeeverpackungen her. In einem komplexen Prozess werden dabei die metallischen Innenlagen von Kaffeeverpackungen gefaltet und miteinander verbunden. Vor über 30 Jahren hat Herr Bytschinski diese Kunst in einem russischen Kinderheim gelernt. Mittlerweile ist er darin ein Profi geworden. Über diese besondere Kunstfertigkeit hat zusammenkultur, das inklusive Q8-Kulturprojekt, einen Film gedreht.  

 

Im tagewerk.jarrestadt, gegenüber des Veranstaltungszentrums kampnagel, erhalten hauptsächlich Menschen mit erworbener Hirnschädigung Bildungs- und Beschäftigungsangebote. Menschen mit erworbener Hirnschädigung haben bis zu dem auslösenden Ereignis, zum Beispiel einem Unfall oder einer Krankheit, eine „normale“ Biographie. Oft verändern sich nach dem Ereignis nicht nur die Fähigkeiten und die Ressourcen der betroffenen Personen, sie erleben auch häufig einschneidende Veränderungen ihres beruflichen, familiären und privaten Umfeldes und stehen vor der Herausforderung, sich an eine neue Lebensrealität gewöhnen und sich eine neue Lebensperspektive aufbauen zu müssen.

 

Bei der Arbeit im tagewerk.jarrestadt geht es darum, dass Selbstwertgefühl der Menschen zu stärken und Autonomie in der neuen Lebenssituation zu ermöglichen. Die individuellen Angebote werden so gestaltet, dass Erfolge erlebbar gemacht werden. Die Angebotspalette enthält neben kreativen Arbeiten wie Kunsthandwerk, Malerei und Druck auch Bewegungs- und Kulturangebote. Zudem bringt das Tagewerk Menschen in inklusive Beschäftigungsangebote, zum Beispiel werden Servicetouren innerhalb der Stiftung oder Aufgaben in der ehrenamtlich betriebenen Fahrradwerkstatt der örtlichen Kirchengemeinde übernommen. Auch das künstlerische Angebot ist inklusiv gestaltet: So wurden öffentliche Ausstellungen für Künstler*innen aus dem Tagewerk organisiert, Künstler*innen aus dem Stadtteil in das Tagewerk eingeladen oder die Beschäftigten haben sich an künstlerischen Events beteiligt.

 

Hubert Bytschinski arbeitet seit 2019 im tagewerk.jarrestadt. Er hat dort seinen festen und individuell für ihn eingerichteten Arbeitsplatz. Seine Ketten werden zu Wandvorhängen und Weihnachtsdekoration weiterverarbeitet oder auch als gerahmte Kunstwerke verkauft – eines seiner Kunstwerke hat es sogar bis in die USA geschafft. Die Arbeit im Tagewerk ist für ihn als verbindliche, feste Tagesstruktur wichtig. Bei der Produktion von Ketten ist er der Experte, dessen Kunstfertigkeit geschätzt ist.

 

Text: Matthias Wolters, Melanie Nähring

Video: barner 16, zusammenkultur

 

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