Tagung der Stiftung Leben pur: Wohn- und Lebensräume von Menschen mit komplexer Behinderung neu denken

31.03.2025 | Termin

Wohnräume von Menschen mit komplexer Behinderung

Wie wirkt sich die bauliche Umwelt auf das Empfinden von Menschen mit komplexer Behinderung aus? Welchen Einfluss haben barrierefreie Architektur, Farben oder Materialien? Diese und andere Fragen standen im März im Zentrum einer interdisziplinären Fachtagung der Stiftung Leben pur in München. Die alsterdorf assistenz west war mit einem Fachvortrag zum Assistenzangebot im Baakenhafen mit dabei. Am 4. und 5. April wird die Tagung noch einmal in Hamburg stattfinden.

Räume sind der Dreh- und Angelpunkt des Lebens aller Menschen – das betrifft auch Menschen mit komplexer Behinderung. Hier kann die Gestaltung der Wohn- und Lebensräume einen entscheidenden Einfluss auf die Lebensqualität sowie auf die Selbstbestimmung haben. Im Rahmen der interdisziplinären Fachtagung wurde in verschiedenen Workshops und Vorträgen die Wirkung jeglicher gebauten Umwelt auf das Empfinden und Verhalten von Menschen mit komplexer Behinderung multiperspektivisch beleuchtet.

Die alsterdorf assistenz west war mit einem Fachvortrag und einem Workshop Teil der Tagung: Bereichsleitung Tobias Fink gab einen Einblick in die personenzentrierte Assistenz für Klient*innen unter Berücksichtigung des urbanen Sozialraums. Der Baakenhafen als junges, von Beginn an inklusives Quartier bietet ideale Möglichkeiten, um qualifizierte Assistenz, individuelle Ressourcen und Quartierarbeit zusammen zu denken. Wie dieses Zusammenspiel praktisch funktioniert und welche Wechselwirkungen entstehen, war genauso Teil des Vortrags wie die Frage, was das eigentlich für die Arbeit der Fachkräfte bedeutet: Welche Voraussetzungen sind notwendig, und wo sind mögliche Barrieren?

Im Anschluss an den Vortrag gab Fahim Rahmani, Assistenznehmer im Baakenhafen, zusammen mit seiner Assistentin Frau Hannah Fellinger in zwei Workshops Einblicke darin, wie er mithilfe von UK seinen Sozialraum erobert hat. Er zeigte ganz praxisnah, wie er Meta Com-Symbole und technische Hilfsmittel, zum Beispiel einem sprechenden Taschenkalender, für sich nutzt. Die Teilnehmenden konnte durch die Erarbeitung einer eigenen Ressourcen- und Netzwerkkarte die Arbeit mit der ressourcenorientierten Assistenzplanung kennenlernen.

Die Fachtagung wird am 4. und 5. April in Kooperation mit Leben mit Behinderung Hamburg stattfinden. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.